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Vögel
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Reptilien/Amphibien Insekten
Naturwissenschaftliches Museum
Vögel
Nicht nur Touristen ziehen landschaftliche Reize nach Spanien.
Auch für viele Vögel wird die Region an der Costa Blanca
Jahr für Jahr zum Winterdomizil. Besonders elegante Beobachtungsobjekte
geben die verschiedenen Reiherarten von Albufera ab: Grau-,
Kuh-, Purpur- und Seidenreiher konkurrieren um Fische und
die Gunst der Vogelbeobachter. Ein seltener Gast vor der Beobachtungslinse
ist das in Spanien beinahe ausgerottete Purpurhuhn, das im
Rahmen einer Schutzaktion in Albufera wieder eingebürgert
wird.
Im Landesinneren wird man kaum auf so eine gewaltige Vielfalt
an Vogelarten stoßen, aber auch die waghalsigen Flugkünste
der allgegenwärtigen Schwalben sind etwas Aufmerksamkeit wert.
Wer sich mehr Zeit nimmt, wird auch vereinzelt Raubvögel wie
Habichte, Bussarde, Geier, Eulen und Adler beim Beutefang
beobachten können. Eine wahre Augenweide für alle, die sie
zu Gesicht bekommen sind die farbenfrohen Bienenfresser. Hobbyornithologen
und Naturfreunde sollten also auf alle Fälle Fernglas und
Kamera einpacken, wenn es an die Costa Blanca geht!

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Besonders begehrt: die Naturschutzgebiete und Feuchtbiotope
an den Küsten: In den Salinas de Santa Pola, den Lagunas de
la Manta y Torrevieja und Hondo de Elche und in Albufera können
jeden Winter etwa 250 Arten beobachtet werden.Dazu zählen
nicht nur Tausende von Krick-, Stock-, Spieß-, Pfeif-, Löffel-,
Schnatter-, Tafel- und Kolbenenten, Blässhühner, Zwergtaucher
und Störche, sondern auch seltene Rohrweihen und rosig-exotische
Flamingos.
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Fische
Im Meerwasser vor der Costa Blanca tummelt
sich eine abwechslungsreiche Fischwelt. Muränen äugen aus
ihren Höhlen, der bizarre Skorpionfisch lauert geduldig
auf Beute, gleißende Barracudas ziehen in großen Schwärmen
vorbei. Barsche, Lippfische und die vielfarbigen Meerpfauen
suchen die Riffe nach Nahrung ab.
Zweifellos der intelligenteste Meeresbewohner:
der Oktopus. Er schafft es sogar, Hummer aus Fangreusen
zu stehlen und ist ein wahrer Tarnungskünstler. Vielleicht
sollte man es sich zweimal überlegen, bevor man diesen gewitzten
Kopffüßler im Restaurant bestellt? Hirnlos aber bunt präsentiert
sich das niedere Tierreich unter der Wasseroberfläche. Purpursterne,
Seeigel, Korallen und extravagante Meerschnecken wie die
Sternschnecke oder die Leopardenschnecke beleben hier das
Bild.
Auch im Süßwasser der Flüsse tummelt sich
eine vielfältige Tierwelt, doch unter normalen Umständen
wird man ihr höchstens auf dem Teller im Restaurant begegnen.
Manchmal kann man im klaren Wasser kleinerer Bäche Forellen
und Barben entdecken, öfters riesige Karpfen, die in der
Abenddämmerung mit ihren gierigen Mäulern die Wasseroberfläche
nach Mücken absuchen.

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Einzigartig:
im Naturschutzgebiet der Albufera gibt es zwei Fischarten,
die nur hier vorkommen: den Spanienkärpfling (Fartet) und
den Valenciakärpfling (Samarugo). Beide vertragen das durch
die Meernähe des Seegebietes häufig salzhaltige Wasser vorzüglich,
sind aber heute durch die chemische Belastung des Wassers
und das Einsetzen fremder Fischarten bedroht. Zu den rareren
Gästen der Costa Blanca gehören darüber hinaus das seltsame
Neunauge, der Lachs und der Stör von Guadalquivir.
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Säugetiere
Wer an der Costa Blanca
wildlebende Säugetiere beobachten will, darf nicht unbedingt
Großwild erwarten. In den Sierras wird der Wanderer
meist nur Hasen und Kaninchen zu sehen bekommen. Der
geduldige Beobachter hingegen kann darauf hoffen, auch
große Säugetiere wie Dachse, Wildschweine, Hirsche,
Rehe, Marder, Füchse, Mufflons und sogar einige Wildkatzen
zu erspähen. |
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Besonders schwer zu beobachten ist die raubtierartig gefleckte
Ginsterkatze.Die anmutige nachtaktive Schleichkatze kommt
an der Costa Blanca gelegentlich vor, ist aber nur bei
Dunkelheit unterwegs. |
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Reptilien-
und Amphibien
Von den etwa 30 Reptilien- und Amphibienarten
der Costa Blanca wird man vor allem die schillernden Eidechsenarten
kennen lernen. Harmlose Mauergeckos wagen sich sogar bis zu
den Häusern, um in der Dämmerung an Hauswänden Insekten zu
jagen. Auf Wanderungen kann es schon einmal vorkommen, dass
man einer der geschützten Landschildkröten über den Weg läuft:
Bewundern, beobachten und in Frieden lassen!

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Vor Schlangen muss sich der
Costa-Blanca-Reisende eigentlich nicht fürchten. Insgesamt
acht Arten gibt es in dieser Region, darunter ist nur die
Stülpnasennatter giftig. Alle Schlangenarten sind extrem scheu
und meiden den Menschen, wo es nur geht.
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Insekten
Für die reichhaltige Insektenwelt der
Costa Blanca werden sich auf den ersten Blick nur wenige Menschen
begeistern können. Wie in den meisten mediterranen Ländern
sind hier Mücken, Spinnen, Wanzen und Kakerlaken reichlich
vertreten.
Wer in den Sierras unterwegs ist, sollte
besser nicht in Felsspalten oder unter Steine fassen: Hier
könnte durchaus der eine oder andere Skorpion zu Hause sein.
Wenn man aber etwas vorsichtig ist, einen Mückenschutz dabei
hat und die üblichen Regeln der Hygiene einhält, wird man
mit unliebsamem Kleingetier an der Costa Blanca nicht übermäßig
zu kämpfen haben.

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Bei einer Wanderung durch die Macchien im Frühjahr oder Sommer
erschließt sich dann auch die attraktivere Seite der Insektenvielfalt:
über 100 Schmetterlingsarten sind an der Costa Blanca beheimatet.
Eine besondere Augenweide: der spanische Osterluzeifalter,
der gelbe Aurorafalter und der Erdbeerbaumfalter.
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Naturwissenschaftliches
Museum
Wer sich mit der spanischen Tierwelt lieber
aus sicherer Entfernung beschäftigen will, wird im Museu el
Carmen in Onda fündig. Das naturwissenschaftliche Museum gehört
zu einem Karmeliterkloster und wurde erst 1962 der Öffentlichkeit
zugänglich gemacht. 10 000 Exemplare aus Pflanzen- und Tierwelt
werden auf drei Etagen effektvoll präsentiert. Ausgestopfte
Tiere in natürlicher Umgebung, Schmetterlinge und andere Insekten,
Muscheln, Fossilien, Mineralien und gruselige anatomische
Präparate führen dem Besucher die Vielfalt der spanischen
Tier- und Pflanzenwelt vor Augen.
Carretera de Tales, Tel. 96 460 0730,
Montags geschlossen
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