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Das spanische Bildungssystem

Das spanische Bildungsystem

Die spanische Schulpflicht beginnt mit 6 und endet mit 16. Lebensjahr. Sie ist folgendermaßen aufgebaut:

6 Jahre Unterricht in der Grundschule (Educación Primaria)
Die wichtigsten Ziele sind die Förderung der Sozialisation der Kinder und ihre kulturelle Integration. Die Klassen haben höchsten 25 Schüler, ab dem Alter von acht Jahren lernen die Kinder eine Fremdsprache. Öffentliche Grundschulen sind kostenlos.

4 Jahre Unterricht in der Mittelschule (Educación Secundaria Obligatoria) 
Sie umfasst vier Klassen von 12 bis 17 Jahren und legt die Grundlagen sowohl für das Abitur als auch die mittlere Berufsausbildung. Die Schule ist (soweit öffentlich) kostenlos, der Abschluss entspricht der mittleren Reife.

Damit ist die Pflichtschulzeit zu Ende, und bei Bestehen des Abschlusses ist der Schüler berechtigt, eine weiterführende Schule zu besuchen, wobei er zwei Varianten zur Auswahl hat:

  1. Entweder den berufsbildenden Zweig (Ciclo Formativo de Grado Medio), der den Jugendlichen auf einen bestimmten Fachbereich zuführt oder:

  2. den allgemeinbildenden Zweig (Bachillerato), der in etwa der deutschen Gymnasialausbildung entspricht.

Folgende Fachrichtungen sind möglich:

  • Kunst
  • Naturwissenschaften und Gesundheit
  • Geistes- und Sozialwissenschaften
  • Technik

 

Nach dem Abitur kann man entweder:

  1. nach Bestehen einer Zulassungsprüfung einen mittleren oder höheren Universitätsstudiengang anstreben (vergleichbar unseren Fachhochschulen und Universitäten)

  2. oder eine Berufsausbildung machen, wobei die mittlere Berufsausbildung ein bis zwei Jahre dauert und einen praktischen Teil in einer Firma beinhaltet.

Die höhere Berufsausbildung dauert ebenfalls ein oder zwei Jahre und enthält einen praktischen Teil; man trägt nach Abschluss den Titel "höherer Techniker" und darf einen der gewählten Fachrichtung entsprechenden Universitätsstudiengang ohne Zulassungsprüfung wählen.

Privatschulen

Ein relativ großer Teil der Schüler in Spanien besucht Privatschulen. Viele Bildungseinrichtungen werden von privaten Trägern betrieben, nämlich ca. 85 Prozent der Kindergärten, 40 Prozent der Vorschulen, 30 Prozent der Grundschulen und 50 Prozent der Sekundarschulen. Die größte Dichte an Privatschulen befindet sich in den Städten, in Barcelona z.B. besuchen 50 Prozent aller Schüler Privatschulen.

 

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